FAQ

Häufig gestellte Fragen.

Was sind Erstreflexionen?
Erstreflexionen sind jene Schwingungen, die als erste an einer Wand auftreffen und als Reflexionen zum Ohr zurückgeworfen werden. Diese Reflexionen können den Direktschall der Lautsprecher massiv beeinflussen. Die Folge sind Überbetonungen oder Auslöschungen bestimmter Frequenzen und somit eine enorme Beeinflussung bzw. Verfälschung des Klangs. Erstreflexionen entstehen an den Wänden, der Decke und dem Boden. Sie sollten durch Diffusoren zerstreut oder durch Absorber absorbiert werden.

Erstreflexionspunkte wie lokalisieren?
Schallwellen werden an Wänden reflektiert. Wenn der Schall also gegen eine Wand prallt wird er zurückgeworfen. Diese Reflexionen funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Einfallswinkel = Ausfallswinkel
Eine einfache und genaue Methode die kritischen Punkte der Erstreflexionen zu finden ist der Spiegeltrick: Man setzt sich auf seinen Hörplatz und lässt jemanden mit einem Spiegel flach an der Wand entlang gehen. Wenn man im Spiegel die Front des Lautsprechers sehen kann, ist die Position gefunden, an der gegen die Erstreflexionen vorgegangen werden sollte. Diese Methode wird für den linken Lautsprecher an der linken Wand und den rechten Lautsprecher an der rechten Wand durchgeführt. Die Spiegelmethode kann sowohl and der Wand als auch an der Decke und in quasi jeder Raumsituation eingesetzt werden.

Nachhallzeit
Neben dem Unterbinden von Erstreflexionen ist auch die Nachhallzeit im Raum von Bedeutung. Diese wird meist mit dem Wert RT60 (Reverb Time 60) angegeben. Dieser Wert sagt aus, wie viele Sekunden der Nachhall benötigt, um im Verhältnis zum Ausgangspegel um 60 dB abgeklungen zu sein. In Regieräumen von Tonstudios hat sich eine sehr kurze Nachhallzeit mit einem RT60 Wert von ca. 0,25 – 0,3 Sekunden etabliert. In HiFi Räumen und Heimkinos hingegen, sollte die Nachhallzeit bei ca. 0,5 Sekunden liegen.
Zur Reduzierung der Nachhallzeit empfehlen sich Breitband Absorber, da diese über einen großen Frequenzbereich wirksam sind. Räume mit extrem kurzen Nachhallzeiten (< 0,5 Sekunden) werden von einigen Menschen als sehr unangenehm empfunden, insofern sollten Absorber sehr gezielt eingesetzt werden.

Was ist das LEDE Prinzip?
LEDE ist die Abkürzung für „Live End Dead End“. Dieses Prinzip wird oft in Regieräumen von Tonstudios als Basis der akustischen Optimierung eingesetzt. Hierbei wird die vordere Hälfte des Raums um die Abhörlautsprecher herum akustisch gedämpft, während man in der hinteren Hälfte des Raums, um die Abhörposition herum, den Schall diffus reflektiert und somit die Diffusität erhöht.